Forschungsprojekte

IGV GREENFOOD ist seit Kurzem Forschungspartner in zwei öffentlich geförderten EU-Projekten:

1. AlgaeCeuticals: Entwicklung von Mikroalgen-basierten natürlichen UV-Sonnenschutzmitteln und Proteinen als Cosmeceuticals und Nutraceuticals

Kurzinformation:
Mikroalgenbiomasse stellt einen reichhaltigen Ausgangsstoff für wissenschaftliche Untersuchungen dar. Das Potenzial Algen-basierter Zutaten in der Industrie zeigt sich zunehmend in der Verarbeitung und der gezielten Modifikation von Zutaten, um anspruchsvolle Spezifikationsanforderungen für Nischenprodukte zu erfüllen. Algen sind extremen Umgebungen ausgesetzt und haben dadurch einen einzigartigen Schutzmechanismus entwickelt. Aus dem gleichen Grund produzieren Algen darüber hinaus unterschiedliche Metabolite, die für eine nachhaltige Herstellung von Nahrungsmitteln, Arzneimitteln und Kosmetika identifiziert und verwertet werden sollten.

Innerhalb des AlgaeCeuticals-Projekts werden die nativen Algenstämme dazu genutzt, Produkte mit hohem Mehrwert herzustellen, was durch die Anwendung neuartiger Omics-Technologien (Genomik, Transkriptomik, Proteomik, Enzymomik und Metabolomik) und Algenkulturtechnologien zur Herstellung neuartiger Produkte erreicht wird. Zu den Aufgaben des Projekts gehören die Abbildung und Charakterisierung der Algen-Biodiversität, die Entwicklung und Optimierung von Algen-Kultursystemen sowie die Entwicklung von Omics-Ressourcen für Algen, von nachgelagerten Verarbeitungsstrategien und neuartigen Produkten. Aus diesem Grund und zur Erreichung des Projektziels werden 3 Wissenschafts- und Forschungszentren aus Griechenland (Centre for Research and Technology Hellas, CERTH / Institute of Applied Biosciences, INAB, Agricultural University of Athens, AUA) und Italien (Edmund Mach Foundation, FEM) vier Jahre lang mit 4 industriellen FuE-Partnern aus Griechenland (Fresh Formula), Spanien (Bionos Biotech), Österreich (Ecoduna AG) und Deutschland (IGV GREENFOOD) zusammenarbeiten. Durch die enge Zusammenarbeit von Wissenschaftlern mit Unternehmen im Bereich FuE wird ein komplementäres und wettbewerbsfähiges Team gebildet, durch welches der Transfer von Wissen und Exzellenz in den Unternehmen gefördert wird. Dies wird die industrielle Wettbewerbsfähigkeit in den Bereichen Lebensmittel und Kosmetik durch die im Projekt vorgesehenen Prozesse zur Planung, Entwicklung und Prüfung der Produkte, stärken.


Projektnummer: 778263
Förderprogramm: H2020-MSCA-RISE-2017 (Marie Skłodowska-Curie Research and Innovation Staff Exchange / Personalaustausch im Bereich Forschung und Innovation)

2. Nanofeed: Nanostrukturierte Trägerstoffe zur Verbesserung der Rinderfütterung


Kurzinformation:
Das Projekt konzentriert sich auf ein sehr aktuelles Problem - und zwar auf die Produktivität und Qualität in der Viehproduktion. Diese ist für eine nachhaltige und autarke Bereitstellung eines breiten Produktangebotes in der Lebensmittelindustrie unentbehrlich. Eine Schlüsselstrategie zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der Lebensmittelwirtschaft, ist die Effizienzsteigerung in der Viehhaltung. Mängel im Ernährungszustand der Tiere sind wichtige Faktoren, welche diese Effizienz aufgrund einer hohen Prävalenz schwerer Krankheiten reduzieren. Die Aufrechterhaltung eines optimalen Gesundheitszustandes von Rindern ist ein Schlüsselfaktor für die Effizienzsteigerung der Viehbestände.

Das Projekt NanoFEED begegnet diesen Faktoren mit dem Ansatz der modernen Nano / Mikroverkapselung von Kern / Schale-Teilchen mit pH-empfindlichen Eigenschaften. Die vorgesehene Technologie ermöglicht die Verkapselung einer breiten Palette verschiedener aktiver Moleküle und erleichtert deren Schutz vor der Zersetzung im Pansen. Des Weiteren können aufgrund der Verkapselung und der verbesserten Aufnahme im Dünndarm neue aktive Moleküle zur Behandlung von Ernährungsmängeln verwendet werden. Das Verkapselungsverfahren basiert auf umweltschonenden, biobasierten Methoden mit minimalem CO2-Fußabdruck, was den Aufbau einer nachhaltigen Bioökonomie fördert.

Das Konsortium wird von der FVM (Pharma- und Veterinär-Universität aus Brünn) geleitet und durch die aktive Beteiligung von Industrie und Wissenschaft, vertreten durch InoCure s.r.o. (Tschechische Republik), IGV GREENFOOD (Deutschland), Nutrition Sciences N.V und Bio Base Europe Pilot Plant (Belgien), das National Agricultural and Food Centre, NPPC (Slowakei) und die Selçuk Üniversitesi (Türkei) komplementiert.

Die Ergebnisse des NanoFEED-Projekts sollen zu einer Verbesserung der Lebenserwartung von Rindern und der Lebensmittelqualität sowie zur Förderung einer wettbewerbsfähigen Viehproduktion beitragen.


Projektnummer: 778098
Förderprogramm: H2020-MSCA-RISE-2017 (Marie Skłodowska-Curie Research and Innovation Staff Exchange / Personalaustausch im Bereich Forschung und Innovation)